Regelblutung muss nicht sein.




Bei der normalen Menstruation wird die im vorhergehenden Monat gewachsene Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Durch die Erneuerung der Schleimhaut schafft der Körper optimale Voraussetzungen für die Einnistung der befruchteten Eizelle.

Bei Einnahme der Anti-Baby-Pille kommt es kaum noch zum Schleimhautwachstum und die Menstruation ist eine künstliche Blutung, die durch die Pillenpause erzeugt wird. Sie ist schwach und kurz und kann nach Jahren ganz ausbleiben.

Wieviele Menstruationen sind normal?

Wir halten es heute für natürlich und normal, wenn eine Frau einmal im Monat die Regelblutung bekommt. Biologisch normal ist aber die menstruationsfreie Zeit während häufiger Schwangerschaften und langjähriger Stillperioden.

Früher trat die erste Regel viel später und die Wechseljahre viel früher ein als heute. Durch die häufigen Schwangerschaften und die langen Stillzeiten ohne Regelblutung bekamen die meisten Frauen in ihrem Leben nur ca. 100-150 Regelblutungen. Heute können Frauen bis zu 450 Regelblutungen bekommen. Durch diese vermehrten Phasen der Hormonstimulation im Leben einer Frau kommt es häufiger zu Blutungsstörungen sowie zu gutartigen hormonabhängigen Erkrankungen wie Endometriose, Myomen, Zysten an Eierstöcken und in der Brust. Auch zyklusabhängige Störungen wie Brustspannen vor der Regel, depressive Verstimmungen, Migräne, Eisenmangel, Verdauungsstörungen, usw. treten gehäuft auf. Die veränderten Lebensumstände bringen ein Unerwünschtsein der Regelblutung bei Sport, Urlaub, Reisen und persönlichen Terminen (Prüfungen, Zeiten starker berufliche Belastung) mit sich.

Kontinuierliche Einnahme der Pille ohne Pausen

Aus all diesen Überlegungen sowie aufgrund des Wunsches der Frau ist es ohne Folgen oder Nebenwirkungen möglich, die Pille über einen längeren Zeitraum kontinuierlich einzunehmen und somit die Hormonentzugsblutungen zu vermeiden. Dadurch werden die Regelblutungen pro Jahr reduziert. Am beliebtesten ist die ununterbrochene Pilleneinnahme für die Dauer von drei oder vier Monaten gefolgt von einer Pillenpause von einer Woche.

Progesteron fördert den Schlaf

Nach der abendlichen Einnahme von natürlichem Progesteron werden die Wachzeiten um ein Drittel verringert. Auch die Übergangszeiten zwischen Schlafen und Wachsein werden reduziert. Die Qualität des Schlafes (sogenannte REM-Schlaf-Phasen) war deutlich besser als bei Einnahme der am häufigsten verwendeten Schlafmittel, der Benzodiazepine (z.B. Tavor).

Bei einer Hormonsubstitution empfiehlt sich deshalb die Gabe von natürlichem Proges­teron und die Einnahme von Progesteron abends vor dem Schlafengehen.

Hormonersatztherapie wieder in!

Die in den letzten Jahren geführte Medienkampagne gegen die Hormonersatztherapie (HRT) beruhte zum Großteil auf falschen und voreiligen Interpretationen der Ergebnisse von Studien. Daraufhin haben viele Frauen mit ausgeprägten Wechseljahresbeschwerden aus Angst vor schweren Nebenwirkungen die Hormontherapie einfach abgesetzt.

Dies führte zu einer deutlichen Abnahme der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit und zum vermehrten Auftreten von Krankheiten, die durch den Östrogenmangel verursacht werden wie Osteoporose und Herzkreislauf­erkrankungen.

Somit steht fest: Frauen mit starken Wechseljahresbeschwerden und mit hohem familiären Risiko für Osteoporose oder für eine koronare Herzkrankheit können eine Hormonersatztherapie durchführen. Diese sollte möglichst frühzeitig beginnen, individuell angepasst und niedrig dosiert sein.

Zusammenfassend kann man sagen: Hormonersatztherapie ist wieder in!

Schon bei Kinderwunsch: Folsäure

 Folsäure ist ein Vitamin aus der B-Gruppe, das am häufigsten in grünem Blattgemüse, Tomaten, Gurken, Kohl, Früchten und Getreide vorkommt. Die Folsäure ist sehr instabil und wird durch Hitze, Licht und Sauerstoffeinfluß zerstört. Vom Dünndarm wird nur ca. 20 Prozent der Folsäure aufgenommen, ein Überangebot wird vom Körper ausgeschieden. Folsäuremangel ist sehr häufig, besonders bei Frauen, die über Jahre die Pille einnehmen.

Die Einnahme von Folsäure vermindert die Häufigkeit von Fehl- und Frühgeburten und vermindert das Auftreten von  Fehlbildungen im Bereich des Rückenmarkes (Neuralrohrdefekte) um 80 Prozent.

Neuralrohrdefekte entstehen gegen Ende des ersten Schwangerschaftsmonats. Da die Mutter oftmals zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht weiß, dass sie schwanger ist, sollte jede Frau bereits bei Kinderwunsch – am besten vier bis sechs Monate vor einer Schwangerschaft – mit der Einnahme von Folsäure beginnen.

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