Die HPV-Impfung




Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

 Humane Papilloma -Viren und Krebs

 Schon länger ist bekannt, dass Humane Papilloma Viren (HPV-Viren) eine Reihe von Krankheiten auslösen: neben dem Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) können dies Genitalwarzen sein, aber auch Krebserkrankungen der Scheide und des äußeren Genitalbereiches. Das HPV-Virus tritt in weit mehr als 200 verschiedenen Varianten auf und infiziert die menschliche Haut und Schleimhaut. Hautwarzen und Krebsvorstufen (sogenannte Dysplasien) können die Folge sein. Meist heilt eine Infektion mit der vollständigen Eliminierung des Virus in drei bis zwölf Monaten folgenlos aus. In ca. zehn Prozent der Fälle kommt es aber zu einem Eindringen des Virus in die Zellkerne der Schleimhaut, wo es dann verbleibt und dort Veränderungen von Entartungen bis hin zu einem unkontrollierten Zellwachstum hervorrufen kann. Weltweit erkranken ca. 500.000 Frauen jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Allein in Europa sterben durchschnittlich 40 Frauen tgl. an diesem Krebs. In Italien erkranken jährlich 3.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und 1.800 sterben daran.

In 99,7 Prozent der Gebärmutterhals-Karzinome konnten solche HPV-Viren nachgewiesen werden. Über 60 Prozent der Karzinome werden vom HPV-Typ 16 verursacht, zehn Prozent vom HPV Typ 18. Die restlichen 30 Prozent werden durch über ein Dutzend weitere sogenannte high-risk HPV-Viren verursacht. Die HPV-Viren werden sehr früh und meist durch Geschlechtsverkehr erworben, circa 80 Prozent aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens damit infiziert. Ca. 20 Prozent aller Erwachsenen infizieren sich einmal in ihrem Leben mit dem high-risk HPV-Typ 16.

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Im Jahr 2007 kommen zwei Impfstoffe auf den Markt, einer gegen die HPV-Typen 16/18 und 6/11, der andere nur gegen die HPV-Typen 16 und 18. Heute wird ein Impfstoff gegen 9 HPV- Typen verwendet, gegen die 2 gutartigen HPV-Typen 6 und 11 und die 7 Hochrisiko-HPV-Typen. In der Zwischenezeit hat sich der Impfstoff als effektiv, sicher und frei von Nebenwirkungen erwiesen. Die Impfung erfolgt durch zwei intramuskuläre Injektionen und führt zu einem hochgradigen und dauerhaften Schutz gegen die HPV-Viren. Die Impfung wird routinemäßig ab dem 12. Lebensjahr durchgeführt.

Gebärmutterhalskrebs?

Das ist in meinem Alter doch noch kein Thema! So denken viele junge Frauen. Doch leider ist  Gebärmutterhalskrebs – nach Brustkrebs – die zweithäufigste Krebsart bei jungen Frauen zwischen 15 und 44 Jahren.

Wer ist gefährdet?

Humane Papilloma Viren sind sehr weit verbreitet. Sie werden durch Haut- und Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr, übertragen. So infizieren sich im Laufe ihres Lebens etwa 80 Prozent der Frauen mit Papillomaviren. Kondome verringern das Infektionsrisiko, bieten jedoch keinen sicheren Schutz. Spezielle Risikogruppen gibt es nicht – daher sollte jede Frau diesen Erkrankungen wirkungsvoll vorbeugen!

HPV-Viren

Man unterscheidet zwei Gruppen von HPV-Viren:

1)        high-risk-Viren: Viren mit              „hohem Risiko“, die

Veränderungen (Dysplasien)             verursachen, welche im

Verlauf von Jahren zum

Gebärmutterhalskrebs

führen können.

2)        Low-risk-Viren: Viren mit              „geringem Risiko“, die

gutartige Veränderungen                   (Kondylome) auslösen.

Verursacher von Gebärmutterhalskrebs

Humane Papillomaviren: Verursacher von

1) Gebärmutterhalskrebs:

Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV-Viren) sind die häufigsten sexuell übertragbaren Virusinfektionen. Man unterscheidet über 200 unterschiedliche Virustypen. Von besonderer Bedeutung sind die HPV-Typen 16 und 18, die für über 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Besonders bedrohlich für die jungen Frauen sind aber auch die durch HPV häufig hervorgerufenen Krebsvorstufen. Die notwendige Behandlung (Konisation) kann nämlich spätere Fehl- und Frühgeburten begünstigen.

2) Genitalwarzen:

Die HPV-Typen 6 und 11 sind in mehr als 90 Prozent der Genitalwarzen nachweisbar. Diese sogenannten Feigwarzen (Condylomata acuminata) sind gutartige, aber schmerzhafte Gewächse der äußeren Geschlechtsorgane. Sie können über Monate und Jahre fortbestehen und nur 30 Prozent der Fälle heilen spontan ab. Die Therapie erfolgt medikamentös oder operativ. Besonders belas­tend für die Betroffenen: sehr häufig treten Genitalwarzen immer wieder auf.

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